Archiv für 'verkehr'Kategorie

and then the traffic was a state

Januar 21, 2007

gestern abend musste ich leider auf recht schmerzhafte und unerfreuliche weise mit dem straßenverkehr hier bekanntschaft machen: ein sehr betrunkener motorradfahrer hat mich an- und umgefahren. glücklicherweise ist mir nicht viel passiert. es ist noch alles dran, nur manches sehr blau.

das seltsame war, dass ich garnicht wusste, wie mir eigentlich geschieht. im einen moment bin ich noch guter dinge, ich hatte schon meinen zimmerschlüssel in der hand und habe mich auf einen abend bei einer arbeitskollegin gefreut, die mir ihre babykatzen zeigen wollte. plötzlich hupt es, es knallt und ich liege auf der straße. der motorradfahrer hat mich wohl völlig übersehen. komischerweise kam im selben moment ein wagen von einer art verkehrswacht vorbei. natürlich konnte wieder niemand englisch. doch, ich wurde immer gefragt: miss, are you okay? do you want the police? do you want to go to the hospital? ich dachte mir nur: fuck, ich weiß nicht, kann mir das nicht irgendjemand sagen, was ich will? und meine antworten wurden nur mit den üblichen freundlich-grinsenden fragezeichen im gesicht quitiert.

als ich dann selbst diagnostiziert hatte, dass wohl weder ich noch mein laptop verletzt sind, habe ich mich wieder auf die beine gerappelt. der fahrer hat sich vor dank und freude fast überschlagen, als ihm klar wurde, dass ich nicht vor habe, die polizei zu rufen, denn das wäre sicherlich weniger erfreulich für ihn geworden.

heute war ich dann wieder zurück bei meinem anfangsschnitt von benötigten 10 minuten, um eine straße zu überqueren.

where do we go from here?

Januar 17, 2007

die zutaten, um möglichst erfolgreich von a nach b zu kommen, nicht, sind:

- little miss orientierungslos, die sich auch 500 m von ihrem eigenen zuhause entfernt verlaufen kann
- ein stadtplan, auf dem nur 10% aller straßennamen eingezeichnet sind, davon 50% nur in thai
- straßen, die nur in 30 % aller fälle auch ein schild haben, auf denen ihr name steht
- den schon zuvor mehrfach erwähnten wirklich durchgeknallten straßenverkehr
- eine deutliche überdosis kaffee

glücklicherweise gibt es hier einen kanal, der sich im viereck um die gesamte innenstadt spannt. das heißt, im prinzip muss man nur zählen, wie oft man um eine kurve fahren muss, um ans ziel zu gelangen. im prinzip. man kann aber auch seinen eigenen fähigkeiten nicht mehr trauen und 50 meter vor dem ziel denken, nein, ich bin hier einfach falsch. um dann den nächsten touristen zu fragen: excuse me, i´v totally lost my way. i want to go to tha phae gate. can you tell me where i am now? – honey, you´re in front of tha phae gate.

sind wir nur froh, dass mir mittlerweile gar nichts mehr peinlich ist.

westcoast for life

Januar 15, 2007

meine aussage über das maue nachtleben muss ich revidieren. man muss nur wissen, wo man hingehen soll, dann ist das schon sehr anständig hier. in einem der am freitag besuchten clubs habe ich mit einer horde hip-hop-gangster-thais herzlichste freundschaft geschlossen. sie waren völlig begeistert über den umstand, dass ich dazu in der lage war, das handzeichen für westcoast zu machen.

gangster

am eingang des ladens hing ein hinweisschild, das darum bat, keine waffen mit hineinzunehmen. ne, ist klar. anderswo wollen sie keine ladyboys, dort halt keine schusswaffen. weiterhin habe ich heute ein schild gesehen, dass das hupen auf dieser straße verbot. irrtümlich hielt ich es zuerst für ein schild gegen trompeten.

weapons

was sonst passierte am freitag: elefanten-begegnung, die zweite. ein kleiner babyelefant kam am café vorbei, den man füttern und streicheln durfte. er war in etwa so hoch wie ich und äußerst reizend. außerdem hatte er ein rücklicht an seinen schwanz montiert, was beim hiesigen straßenverkehr durchaus sinn macht und auch sehr witzig aussah. ich nahm das als vorgezogenes geburtstagsgeschenk der welt an mich und war sehr erfreut!

elefant

die bildqualität ist dank schlechter mobfonkamera wieder mies, aber man kann es sich vielleicht vorstellen.

außerdem: ich versuche die nächsten tage all euch lieben menschen persönlich zu antworten, die ihr mir zum geburtstag gratuliert habt. zu wissen, dass ihr in der ferne an mich denkt, hat diesen tag trotz leichtem heimweh sehr schön und mich sehr froh gemacht!

the girl has entered the building

Januar 3, 2007

also, angekommen. so einigermaßen wenigstens. aber es ist noch alles sehr wahnsinnig.

am außerordentlichsten ist bisher eindeutig der verkehr. linskverkehr – dass das eine erkenntnis ist, zeigt, wie schlecht ich mich auf diese reise vorbereitet habe – der abenteuerlichsten sorte. drei menschen und mein soeben neu erworbener kompletter hausstand auf einem motorrad? no problem at all! der mensch gewöhnt sich ja aber schnell an allerhand, und wo es gestern noch ein problem war, eine straße zu überqueren, habe ich mir heute ein fahrrad gemietet und mich mitten ins getümmel gestürzt. geht schon.

in sachen essen bediene ich mich der trial-and-error-methode. denn auf den plakaten an den essensständen ist mir nicht ersichtlich, welche art von gericht feilgeboten wird, lediglich der preis ist für mich verständlich. also mache ich es so: ich suche mir einen preis, der mir gefällt und zeige dann auf das gericht, das ich am schönsten finde. das zeitigte bisher auch nur positive ergebnisse. beim gestrigen mittagessen war mir zwar nach dem verzehr immer noch unklar, um was es sich handelte, aber es war sehr billig, sehr scharf und sehr lecker.

das highlight bisher: gestern habe ich zwei elefanten auf der straße getroffen. jeder, der meine übergroße liebe zu elefanten kennt, wird wissen, wie sehr ich mich darüber gefreut habe.