wo ich gestern von tiefsten tiefen schrieb, dachte ich mir, auch in sachen überschriften wäre da noch was zu holen. alternativ hätte ich „hey! it´s doctor dog!“ im angebot, aber ich fürchte, es gibt außer mir nur einen einzigen menschen, der doctor dog überhaupt kennt.
anyway. jetzt die eigentliche geschichte. ich habe ja ein bißchen angst vor hunden, zumindest vor hunden, die wachhundmäßig ihr territorium verteidigen. das geht soweit, dass ich in meiner ersten wohnung in münchen vier jahre lang, wenn ich das haus verlassen habe, vom sechsten in den zweiten stock gelaufen bin, dort stehengeblieben bin, um zu lauschen, ob der nachbar mit der bulldogge, die er nie richtig unter kontrolle hatte, gerade das haus verläßt, und erst, wenn ich sicher war, dass die luft rein ist, schnell an seiner wohnung vorbeigewitscht bin und aus dem haus gerannt.
die straßenhunde hier finde ich nicht sonderlich furchteinflößend, sondern eher mitleiderheischend. gestern, auf dem weg zum seven eleven, materialisierte sich dann plötzlich aber ein laut bellender hofhund neben mir, zwischen mir und seinen gefletschten zähnen nur ein zaun. nun weiß ich ja, dass die zäune hier eigentlich seltenst von anfang bis ende des grundstücks durchgängig sind. dementsprechend auch mein adrenalinschub. aber nicht genug, ein anderer hund fand das eine gute gelegenheit, mir ebenfalls ein wenig angst einzujagen, indem er blitzschnell über seinen hof gerannt kam, der leider nicht eingezäunt war. das war zuviel hund.
auf dem rückweg, als ich dann gesehen habe, dass hund nummer eins mittlerweile nicht mehr auf seinem hof sondern vor seinem tor lag, habe ich mich dann für den umweg um vier straßenzüge entschieden, ich schisshase, ich. dort lauerte mir eine horde ratten in einem müllberg auf. haben sich die tiere thailands, die ich bisher nicht mit meiner liebe überschüttet habe, gegen mich verbündet? ich hoffe doch nicht!