Archiv für 'language trouble'Kategorie

if someone gets run down, karaoke plays

April 19, 2007

es ist wirklich erstaunlich, wie wenig ich manchmal zu sagen habe. vor allem in anbetracht der tatsache, dass ich ganz schlecht darin bin, meinen mund zu halten.

aber jetzt im moment ist es genau so. es passiert viel, aber ist wahnsinnig unglamourös. erwerbstätigkeit, essen, schlafen, zwischendurch ausgehen. ist eben nicht so besonders spannend.

da ist mal wieder der punkt erreicht, an dem man denkt, dass die, die lieder schreiben, alles schon einmal viel besser gesagt haben.

von der unmöglichkeit, nein zu sagen

Februar 16, 2007

gerade durfte ich mal wieder bekanntschaft mit der yes-maschine machen, beim versuch mir ein hotelzimmer in bangkok zu buchen. ich habe die dame am anderen ende der leitung gefragt, ob sie englisch spricht. – yes. und dann gesagt, dass ich gerne für den 25. ein einzelzimmer reservieren würde. eigentlich ein nicht so sehr außergewöhnliches begehren, wenn man bei einem hotel anruft. worauf meine gesprächspartnerin entweder auf thai antwortete oder in einem mir völlig unverständlichen englisch. meine rückfrage wurde damit quittiert, dass sie mich in die warteschleife legte, mich dort fünf minuten hängen ließ und dann schließlich aus der leitung warf. ich versuche es später nochmal. in der hoffnung, dass dann jemand anderes an der rezeption sitzt.

whitewashed

Januar 31, 2007

nach dem zechpreller-debakel bin ich nach dem heutigen wäscherei-besuch endgültig zu der überzeugung gelangt, dass ich jetzt mal schnell noch thai lernen sollte für meine letzten vier wochen hier. oder doch zumindest den wortschatz aufstocken um sätze wie „doch, ich möchte das gerne bezahlen, aber dazu müssen sie mir bitte sagen, was es kostet.“ oder eben: „diese hose färbt stark ab, bitte waschen sie sie nicht zusammen mit meinen weißen t-shirts.“

tatsächlich war es etwas schwierig, den letztgenannten umstand zu äußern. „this: new. looses color.“ war nicht so erfolgreich. die büdchenbesitzerin von nebenan wurde aufgrund ihrer exorbitanten englisch-kenntnisse dazugerufen. sie stand da mit meiner hose in der hand und einem verständnislosen gesicht. glücklicherweise war die straßenkantine nebenan gerade geöffnet, so dass ich das vergnügen hatte, in einer traube von menschen zu stehen, mit meiner dreckwäschetasche in der einen hand und meiner hose in der anderen hand, die auf thai auf mich einredeten.

eine der wäschereidamen reichte mir schließlich ein mobiltelefon, nachdem sie der person am anderen ende etwas gesagt hatte, in dem recht häufig das wort farang und ein kichern vorkam. „hello?“ – „what do you want?“ – „my trousers, they should be washed separately, because they…“ kxrsgs… gespräch vorbei.

dann mischte sich eine weitere angestellte der wäscherei ein, die bisher unbeteiligt war. sie nahm meine hosen und sagte: „new, yes?“ oh, wie verstanden ich mich fühlte. „yes!“ unter zuhilfenahme von weißer wäsche aus meiner dreckwäschetasche führte ich dann eine kleine pantomime zum thema „getrennt waschen“ vor versammelter mannschaft auf. zumindest eine komödiantischen erfolg habe ich damit erzielt. ob auch inhaltlich etwas bei den rezipienten angekommen ist, werde ich heute abend wissen. stay tuned!

please don´t kill me

Januar 29, 2007

gestern habe ich zum ersten mal eine thai-massage „genossen“. das war nicht ausschließlich schön. schön war es eigentlich hauptsächlich dann, wenn der schmerz nachließ. die dame, die mich massiert hat, war schon etwas älter, ziemlich klein und sah auch nicht besonders kräftig aus. ich habe aber relativ schnell festgestellt, dass der schein trog, was ihre kraft anbelangte. zwischendurch befürchtete ich gebrochene rippen. das gummiartig-entspannte gefühl, das ganz am ende übrig blieb war aber sehr angenehm.

der lustigste moment war, als sie auf meinen beinen saß, mich unter den armen packte und den oberkörper zu sich zog. ich hatte damit gerechnet, nicht aber, wie weit sich mein rücken durchbiegen lässt. ich muss ein ziemlich überraschtes gesicht gemacht haben, denn die anderen, die gerade ein fußmassage bekamen, brachen in gelächter aus, ich musste kichern, die massier-frau auch und schließlich lachte die ganze massage-hütte.

etwas peinlich wurde das ganze dann am ende, weil einmal mehr verständigungsprobleme galore bestanden. die frage „how much“ versteht hier eigentlich jeder, dachte ich. ist nicht so. die thaikundigen freunde hatten sich um die ecke verkrümelt, der nicht ganz so thaikundige bekannte hatte ihren schilderungen entnommen, jemand anderes aus unserer runde hätte bereits gezahlt und ich wurde daraufhin der zechprellerei verdächtigt. glücklicherweise konnte das missverständnis dank einer etwas englischkundigeren kollegin geklärt werden, wieder unter gelächter der gesamten hütte, kundschaft und belegschaft. doofi-farang, ich, mal wieder.

kao soi oder schweineohren?

Januar 26, 2007

achtung, aufgemerkt, hier haben wir einen eintrag der kategorie „edibles and drinkables“, bei dem es tatsächlich um essen und nicht um alkohol geht. denn mit dem essen ist das immer noch so eine sache hier. dankenswerterweise habe ich kolleginnen, die der landessprache mächtig sind und mir bei der auswahl und bestellung von nahrungsmitteln behilflich. leider kann ich sie nicht immer bei mir haben. heute konnte ich etwa nicht mit ihnen zusammen abendessen gehen. deswegen schlich ich eine gefühlte halbe stunde auf der straße hinter unserem haus umher, beim versuch, mir etwas essbares zu erlegen.

das problem an der straße hinter unserem haus ist, dass sie überhaupt nicht auf den besuch von touristen oder überhaupt ausländern angelegt ist. die an anderer stelle beschriebene und bisher recht erfolgreiche methode des einfach-auf-etwas-zeigens funktioniert hier leider nicht wirklich. es ist nämlich so, dass es mir einfach überhaupt nicht ersichtlich ist, welche art von lebensmitteln die verschiedenen stände feil bieten. und die herrschaften standbesitzer sind leider ebensowenig des englischen mächtig wie ich thai spreche. einer der stände hatte beipielsweise tüten voller gewürfeltem toastbrot im angebot und halbvolle saftflaschen, bei denen mir unklar war, um welche früchte es sich bei den aufgemalten handeln mochte. ein anderer servierte stücke von gegrilltem, naja, nennen wir es fleisch. das habe ich im verdacht, die örtliche spezialität schweinehaut gewesen zu sein.

es ist ja nicht so, dass ich nicht experimentierfreudig wäre. aber der gedanke an schweineöhrchen am stiel, und noch dazu ohne gesellschaft, schreckte mich doch ein wenig. deswegen zog ich den erwerb einer – gewisse mir bekannte menschen werden mich vielleicht dafür schimpfen – fertig-nudelsuppe aus dem 7/11 von der anderen straßenseite vor. und durfte dann lernen, dass yum-yum-suppe nicht gleich yum-yum-suppe ist. das war nämlich nicht die variante, bei der man selbst entscheiden kann, ob man das chilipulver dazugeben möchte oder nicht. selten zuvor habe ich schneller eine flasche wasser geleert. das ist alles, was ich dazu sagen möchte.