heute gehen wir alle schön in den plattenladen und kaufen uns das neue maximo park-album „our earthly pleasures“! also das heißt, ich kaufe es mir kommenden dienstag beim konzert, aber gekauft wird das, das ist ein befehl!
wie schon an anderer stelle beschrieben brauchte es doch allerhand hördurchgänge, bis ich „our earthly pleasures“ von vorne bis hinten lieben konnte. aber ich bin ja gerne etwas obsessiv, wenn es um bands geht, die ich wirklich wirklich mag. ich wage mal die behauptung, dass es niemanden auf der welt gibt, der „a certain trigger“ und „missing songs“ auch nur annähernd so oft gehört hat wie ich. „du kannst das immer noch hören, du bist da völlig schmerzfrei, oder?“ – ja, schon. und wie ich mich deshalb auf dieses album gefreut habe.
große vorfreude erzeugt denn aber auch große erwartungen, die, das muss gesagt werden, nicht sofort erfüllt wurden. tatsächlich war ich ab lied vier beim ersten durchhören nachgerade enttäuscht. weil sich „our earthly pleasures“ nicht sofort erschließt . das ist aber eigentlich kein wunder, denn das große an maximo park ist nicht die musik an sich, sondern dass es kluge musik ist. mit intelligenten texten, die nicht ausschließlich auf slogan-dresching basieren.
es gibt auch diese songs auf dem album, die sofortiges kopfnicken oder auch herumspringen erzeugen – der opener „girls who play guitars“ und natürlich „our velocity“, bei den hinteren songs (die länger brauchten) „a fortnight’s time“.
und es gibt dieses großartige „books from boxes“, das in der musik all diese wehmut transportiert und verspricht, die der text beim näheren hinhören einlöst. „night falls/and towns become circuit boards“. wie bloc partys „sunday“ die bisher schönste liebeserklärung des jahres ist, ist das das schönste lied darüber, wie es ist, wenn die liebe zuende ist: „two bodies in motion/this is a matter of fact/it wasn’t built to last“.
paul smith erzählt uns was über sich und erzählt uns damit auch was über uns. und das ist das schöne an dieser platte und an dieser band: auch wenn sich das eben nicht beim ersten hören erschließt, der endzwanziger in der großen stadt, zwischen büchern, musik, trinken, liebestaumel und weltenhass, kann sich hier wiederfinden. und wenn es dazu dann auch noch ordentlich knallt, dann ist das schon etwas sehr sehr schönes. hmmm, befindlichkeitsgedöns mit rock’n'roll!