zunächst einmal: ich sollte darüber nachdenken, den lindiblog in maximoblog umzubenennen. denn hier kommt schon wieder etwas darüber, wie großartig maximo park sind, diesmal: das konzert.
vorausschickend ist aber zu sagen, dass die vorband panda einfach un-er-träg-lich war. ich war gerade im lido angekommen, da begegnete mir eine bekannte, die sagte: „ich muss mal kurz raus, sonst bringe ich die frau da vorne um.“ bei der ersten zwischenansage wusste ich, was sie meint. in feinstem berlinerisch wurden gewollt punkige emo-plattitüden vorgetragen. zum thema: man hat mir den strom abgedreht, weil ich meine vattenfall-rechnung nicht bezahlt habe. wow, that’s punk! man kann die band ganz gut beschreiben als eine mischung aus mia. und spitting of tall buildings, also eine wirklich abartige mischung aus pest und cholera. alles, was an dieser forcierten berlin-attitüde hassenswert und ekelhaft ist.
aber egal. eine halbe stunde verschwendete lebenszeit ist nichts gegen das, was im anschluss kam. ich habe mich gegen das coole im-hinteren-drittel-herumstehen entschieden. sondern ganz uncool in der zweiten reihe jede einzelne textzeile „mitgesungen“. so wie mindestens sechzig prozent der anwesenden. ich war lange nicht mehr so euphorisiert und so sehr fan wie gestern. ich habe aber auch selten eine band gesehen, die sich so dermaßen verausgabt für die lieben zuschauer. paul smith hing zwischen den einzelnen liedern an seinem mikrofon-ständer wie ein nasser sack und rang um luft.
all das, was an den songs von maximo park toll ist, war noch toller. denn das kluge der texte wird noch durch die gestik und mimik von paul smith verstärkt. dazu haben die lieder live noch viel mehr druck, weil sie von der gesamten band unglaublich energisch vorgetragen werden. schön, mal wieder so erschöpft aber glücklich aus einem konzert zu kommen.
abschließend ist der jungen dame, die in der umbaupause hinter mir stand, folgendes mitzuteilen: ich mag zwar ein große tasche bei mir gehabt haben, dafür habe ich aber auch eine frisur.