Archiv für Februar, 2007

off to old shores

Februar 26, 2007

die eine nacht in bangkok hätte man zugegebenermaßen auch irgendwie besser verbringen können als ich. nur mal eben ausruhen wurde zu schlafen, viel zu spät am abend wieder aufwachen und dann erst morgens um halb fünf erneut einschlafen. naja.

heute vormittag habe ich mich dann ins getümmel gestürzt und war slightly verloren. bis ich eine u-bahn-station entdeckte. gib mir eine u-bahn, dann bin ich in überall glücklich. mit u-bahn-fahren kenne ich mich nämlich aus. so bin ich dann fröhlich herumgefahren und an orten, von deren namen ich schon gehört hatte, ausgestiegen. und einfach herumgelaufen. gefunden habe ich dabei unter anderem die schrauben-straße in chinatown. ein geschäft neben dem anderen, das schrauben in gigantischen ausmaßen verkaufte. ich hätte gerne welche als mitbringsel erworben, denn, hey, wer freut sich nicht, wenn er eine riesenhafte schraube geschenkt bekommt? ich fürchte nur, das hätte die toleranz von emirates, was den transport von übergepäck anbelangt, dann doch überstrapaziert. nach der nun beendeten, dringend benötigten mittagsruhe wird jetzt noch ein bißchen boot gefahren und sonstiger touristenschnickschnack veranstaltet.

und dann, herrschaften, bin ich raus. auf wiedersehen.

song of the day: sport – morgen sind wir raus. eine etwas offensichtliche auswahl, aber ich habe hier schließlich das sagen.

one night in bangkok

Februar 25, 2007

inzwischen hat das mädchen das gebäude wieder verlassen und befindet sich auf großstädtischer zwischenstation zwischen hier und dort, die in den nächsten 48 stunden die plätze tauschen werden. erste eindrücke: laut, sehr laut. der thai an sich ist ja generell eine rechte krawallschachtel, aber das hier toppt bisherige erfahrungen noch um so einiges. und es stinkt. überall anders, aber überall. und es ist – unfassbar – noch heißer. die absteige ist recht schäbbich, aber dafür gibt es ein internetz, das ist ja auch schon mal etwas. selbstverständlich geglaubter luxus, eine warme dusche, ist dafür nicht verfügbar. aber da es ja heiß ist, ist das auch nicht so schlimm.

song of the day: bloc party – sunday. nicht so sehr, weil heute besagter tag ist, sondern weil das die schönste liebeserklärung ist, die das jahr bisher gesehen hat. „i love you in the morning, when you´re still hungover/i love you in the morning, when you´re still strung out“

tuesday night at the bible study

Februar 24, 2007

ich habe einen der schlimmeren kater. abschiedsgedöns und so. und ich muss mal was sagen. genieß die sonne. das ist doch nicht der punkt. es hat gründe, dass ich nie in den urlaub fahre. natürlich freue ich mich, wenn die sonne scheint. alles andere wäre ja krank. aber das ist nicht, was mich vorwärts gehen macht. ich interessiere mich nicht für sonnenschein. ich interessiere mich für: menschen (nur sehr wenige, die meisten sind ja eh doof), bücher, musik, essen. die letzten tage habe ich beispielsweise endlich genau genug sufjan stevens zugehört und kann mich garnicht darüber beruhigen, wie klug das ist. das lied über die weltausstellung in chicago? wahnsinn! „abraham lincoln was the great emancipator“, ein lied über einen bürgerkriegsthemenpark. ein lied über verliebt sein in eine krebskranke wiedergeborene christin. vielleicht hab ich sie nicht mehr alle, aber DAS ist wichtig, lebensantreibend und all das. was will ich eigentlich genau sagen? das hier: ich vermisse zuhause so sehr, weil zuhause genug input ist, um mich nicht vor langeweile sterben zu lassen. aus sich selbst heraus existieren, das ist ja ein sehr nettes konzept. wenn ich mit einem einzigen menschen auf der welt den rest meines lebens in der antarktis verbringen müsste, dann wäre das ich. wenn ich mir aber auch noch andere sachen wünschen dürfte für die antarktis, dann wären das kluge bücher, kluge musik und kluge menschen. im prinzip ist das hier nur eine erweiterung des gedankens, dass man, oder besser gesagt, ich, auch kein anderer wird, wenn man 20.000 kilometer weit reist.

song of the day: sufjan stevens – casimir pulaski day

shop till you drop

Februar 23, 2007

oder besser gesagt: don´t shop, drop nonetheless. ist ja alles nicht so einfach. mädchen sucht tasche, um all die neu erworbenen besitztümer abzutransportieren. die im übrigen hauptsächlich bücher sind. und hätte gerne eine tasche, die a) sehr billig ist und b) mich dennoch nicht wie eine geisteskranke aussehen läßt, ich muss sie ja ein wenig mit mir auf flughäfen herumschleppen. und da liegt der hase im pfeffer: einerseits bin ich nicht mädchen genug, um rosa und glitzer zu schätzen, andererseits bin ich aber soviel mädchen, dass ich sehr eitel bin. hello kitty hier, betty boop da, dazwischen allerlei flitterkram, geht alles nicht. also aufgegeben, dieses projekt, fürs erste.

dann habe ich die schönsten schuhe der welt gesehen. sehr mädchen, sehr teuer, mit mörderischen absätzen, ich würde sie in etwa dreimal tragen und mir dabei zweimal den knöchel brechen. aber eben die schönsten schuhe der welt. allein, ich habe tatsächlich und unglaublicherweise zu kleine füße, um mir hier schuhe zu kaufen. ein anderes mädchen, namentlich nadja, ist jetzt aber sehr glücklich über diese schuhe und wird sich hoffentlich nichts brechen, sie ist sowieso für solcherlei schuhwerk besser geeignet als ich. ich hätte sowieso nichts, das ich zu diesen schuhen tragen könnte.

song of the day: blur – you wear me down. weil onkel albarn einer der klügsten ist. „it´s easy to forget, you´re just as small as me/it´s easy to forget, you´re just as foolish as me“

berlin! wer hierher kommt will vor die tür.

Februar 22, 2007

eigentlich dachte ich gestern, es sei eine gute idee, einen song des tages zu küren. also täglich. problem: der song des gestrigen tages ist auch noch der song des heutigen tages.

also kante mal wieder. schon im vergangenen sommer war ihr album „die tiere sind unruhig“ so unfassbar groß, es war einfach umwerfend. es wurde zum genau richtigen zeitpunkt veröffentlicht. inmitten der größten hitze, als alle sich noch mit den nachwehen von rausch und exzess des wm-wahnsinns trugen, und so ein flirren in der luft lag.

jetzt also ein berlin-lied, nein eigentlich sogar ein ganzes berlin-album. und das mir, die ich in gedanken schon fast wieder zuhause bin und mich so unglaublich auf diese stadt freue. ich habe hier, nachdem ich das erste mal längere zeit berlin verlassen habe, seit ich dorthin gezogen bin, erst gemerkt, wie sehr ich es eigentlich mag, das olle berlin. ab nächste woche dann also wieder viel zu kurz schlafen, verloren gehen und all das andere.

song of the day (platz 2): maximo park – our velocity (auch keine riesenüberraschung)