vorauszuschicken ist, dass ich ein wirklich unglaublich unorganisierter mensch bin. ich vergesse gerne alles, manchmal innerhalb von sekunden. ich verspäte mich auch gerne mal, weil ich zu äußerst optimistischen schätzungen neige, wie lange ich für bestimmte dinge oder zu bestimmten orten brauche. ich habe aber immer wieder, beispielsweise am anfang des semesters oder nach dem aufeinandertreffen mit organisierteren personen, kurze anfälle von planungs-und organisierwut. meistens äußert sich das im erstellen von listen. to do-listen, me loves them. oft werden diese listen dann noch von mir in stunden- und zeitpläne eingearbeitet. diese sind aber, siehe oben, meist sehr optimistisch. in diesem fall dann in bezug auf das arbeitspensum, dass ich realistisch bewältigen kann. und – note to myself – realistisch bedeutet in dem zusammenhang nicht etwa, was ich gerne schaffen würde, sondern das, was ich an einem durchschnittlichen linditag tatsächlich produktiv leisten kann. denn, das muss leider gesagt werden, ich bin nicht nur unorganisiert, sondern auch ziemlich faul. diese listen gehen dann den weg aller listen, die bisher von mir erstellt wurden: wenn sie glück haben, werden ein bis vier der darauf von mir vorausschauend aufgemalten häkchen-kästchen abgehakt, spätestens dann landen sie aber entweder in einem stapel papier, der auf meinem schreibtisch ein tristes dämmerdasein fristet. ansonsten finden sie häufig ihren weg in irgendwelche mappen, in denen schriftstücke aufbewahrt werden, die zur erledigungen der zu erledigenden sachen von nöten sind. diese mappen wiederum werden dann teil eines der besagten papierstapel. dann und wann dringen solche listen und zeitpläne wieder an die oberfläche und werden von mir aufgefunden. und dann muss ich über mich selbst grinsen; über meinen optimismus, dass genau diese liste nicht den weg aller listen gehen würde. dass ich tatsächlich glaubte, diesmal würde ich die liste nicht benutzen, um mich der drückenden aufgaben schreibenderweise zu entledigen. aufgeschrieben ist halb erledigt? kaum.