juno, nicht

Juli 17, 2008

rathaus neukölln, infoschalter: wo ich denn die anträge für kindergeld und elterngeld bekommen könnte, möchte ich wissen. ich bekomme wortlos einen zettel gereicht, natürlich sind es zwei unterschiedliche behörden an zwei unterschiedlichen standorten. war irgendwie zu erwarten.

dann schaut die dame nochmal durch ihr auskunftsfenster und sagt: sie sind aber noch ein bißchen jung für eine mutti. in einem etwas feindseligen und abschätzigen ton. schön, einerseits könnte es fast als kompliment durchgehen, dass ich noch für eine teenage mom gehalten werde. andererseits, meine schwangerschaft ist offensichtlich so weit fortgeschritten, dass ich es mir schwerlich noch einmal anders überlegen könnte, das mit dem muttisein, wie alt ich auch immer sein möge. und es geht die auskunftsdame ja eigentlich auch einen scheißdreck an.

kurz geht mir durch den kopf, dass es hier im bezirk ja wohl genug andere leute gibt, die sich das lieber nochmal hätten überlegen sollen. dass nicht ausgerechnet ich angemault werden müsste. aber: das geht mich eigentlich auch einen scheißdreck an. über diese leute weiß ich ja genauso wenig wie die auskunftsdame über mich.

naja, ich bin dreißig, sage ich und ziehe kopfschüttelnd und achselzuckend von dannen.


die kleinen preise

April 2, 2008

lieber mann in der schlange hinter mir,

ich weiß, dass es nervig ist, in der mittagspause sieben minuten an der supermarkt-kasse warten zu müssen. wir sitzen in einem boot.

aber: ich kann dir versprechen, dass es nicht schneller geht, wenn du mir mit dem einkaufswagen von hinten in den rücken bohrst. echt nicht! also lass es doch bitte einfach.

herzlichst,

eine leidensgenossin


auf krawall gebürstet

Juli 20, 2007

wie scheiße ich die welt manchmal finde. diese woche war die schlimmste in meinem bisherigen arbeitnehmerlindidasein ever. EVER! ich hätte heute morgen weinen mögen, weil ich wieder ins böse büro musste, statt weiterschlafen zu dürfen. deswegen habe ich mit türen geknallt und gemault und den jungen angemault. dafür war ich wenigstens zu den katzen nett, denn die haben ein weiches fell.

und was hilft dann? die unfassbare, immer wieder erstaunliche, heilende macht der musik. und weil ich dann nach einer längeren pause mal wieder maximo park gehört habe, habe ich mich auch an mein persönliches verkündigungsorgan, das lindiblog erinnert.

also liebe welt, verehrter leser: heute mag ich euch nicht, aber ich werde früh zu bett gehen und ausschlafen und morgen ist dann hoffentlich wieder alles gut. auf wiedersehen!


ja, muss nur noch haare machen

April 20, 2007

mal wieder ein kleine auswahl des schönsten aus dem sms-archiv

ich trinke billigen gin tonic und musste an dich denken, weil ich schon wieder pöbeln wollte!
(auch ein grund, an jemanden zu denken)

miau. ich verzeihe dir und segne dich. die katastrophe ist nah. schnäpse a-gogo.
(happy birthday!)

esportif ist draußen!
(neues von gntm)

people tend to be so boring. i quit! – people are overrated
(misanthropen unter sich)

herzliche grüße aus dem rotwein-hauptquartier der stadt! – hab eben zu frank gesagt, dass ich wünschte, du wärst da. hier gibt es grade reichlich arschgeigen zum anpöbeln.
(misanthropen und trinker unter sich)

plan ist mir nicht mehr in allen details bekannt; irgendwas mit schnaps. ich harre der besucher, wenn du magst, komm doch später erstmal her.
(ostern in berlin)

aua. ich bete mal schnell ein vaterunser.
(gott hat keine gnade mit den sündern und der fcb scheidet dennoch aus)

die vorband ist useless crap, ich hasste sie nach der ersten ansage!
(kurzkritik 2.0)

mein myspace-freund perrecy fuhr mich eben in einem präfektschal-farbenem oldtimer zu einem senioren-bingoturnier, nähe allianzarena. ich liebe die postmoderne.
(muss man auch)


if someone gets run down, karaoke plays

April 19, 2007

es ist wirklich erstaunlich, wie wenig ich manchmal zu sagen habe. vor allem in anbetracht der tatsache, dass ich ganz schlecht darin bin, meinen mund zu halten.

aber jetzt im moment ist es genau so. es passiert viel, aber ist wahnsinnig unglamourös. erwerbstätigkeit, essen, schlafen, zwischendurch ausgehen. ist eben nicht so besonders spannend.

da ist mal wieder der punkt erreicht, an dem man denkt, dass die, die lieder schreiben, alles schon einmal viel besser gesagt haben.